Posts oder Kommentare 10.09.2010

Monats-Archiv für "März 2010"



allgäu & anti-atom & schwaben & unterwegs jakob.wunderwald | 30. Mrz 2010

Auf nach Kempten! – Das erste Allgäutreffen

antiatomaktion

So, liebe Junggrüne, hiermit geht das Jahr 2010 so richtig los! Mit der ersten großen Aktion der Grünen Jugend Schwaben in diesem Jahr, dem ersten Allgäutreffen, welches am 17. April in Kempten stattfinden wird. Und ihr seid alle ganz herzlich eingeladen.

Wozu nun das Ganze?

Es gibt im ganzen Allgäu keinen organisierten GJ-Kreisverband, keinerlei junggrüne Strukturen. Doch es gibt junge Menschen, die Mitglieder bei der GJ sind, nur sind diese nicht organisiert, und so erreichen sie natürlich auch nichts, es gibt keine Aktionen, keine politische Einmischung. Das wollen wir ändern. Beim Allgäutreffen könnt ihr Gleichgesinnte kennenlernen, euch vernetzen, viel Spaß haben und vielleicht auch ein kleines bisschen die Welt verändern.

Was wird euch geboten?

Ein ebenso interessantes wie abwechslungsreiches Programm. Zunächst erhaltet ihr von Thomas Gehring aus dem Landtag und Florian Sperk, Sprecher der GJ-Bayern, geballte Information darüber, wie grüne Arbeit in Parlamenten und Aktionen eigentlich aussieht. Anschließend wird Thomas Hartmann, Stadtrat in Kempten, euch erneuerbare Energien und ihre Vorteile zeigen. Er ist durch seine berufliche Tätigkeit auf diesem Gebiet bewandert. Den Abschluss bildet dann eine gemeinsame Anti-Atom-Aktion auf Kemptens Straßen, bei der wir gegen die schwarz-gelben Ausstieg aus dem Ausstieg-Pläne protestieren werden. Wie das ungefähr aussehen wird, seht ihr auf dem Bild oben. Dazwischen bleibt euch viel Zeit dafür, einfach Leute kennenzulernen und Bekanntschaften zu knüpfen.

Und wann und wo ist das jetzt?

Am 17. April um 11 Uhr im Landtagsbüro von Thomas Gehring am Kapellenplatz 1 in Kempten. Einen genauen Anfahrtsplan erhaltet ihr auf Anfrage unter vorstand@gj-schwaben.de , ebenso wie die genaue Tagesordnung.

Anmeldung:

An vorstand@gj-schwaben.de .

bürgerInnenrechte & die weite welt lisa.neulist | 05. Mrz 2010

Staatliche Unterstützung für Folteropfer

Der 17-jährige Kurde Ahmed* ist auf dem Weg zu einem Beratungstermin im Therapiezentrum XENION in Berlin. Als Fahrkartenkontrolleure ihm seine Papiere abnehmen, gerät er in Panik und flüchtet. Völlig verstört erreicht er die Einrichtung, doch Polizisten folgen ihm. Als sie in die Therapieräume eindringen, stürzt sich Ahmed aus dem Fenster des dritten Stocks. Er überlebt den Sturz nur knapp.
Derartige Panikreaktionen sind klare Zeichen für eine „posttraumatische Belastungsstörung“. Wer einmal Folter erlebt hat, wird ein Leben lang unter dieser Erfahrung leiden.
XENION ist eine Menschenrechtsorganisation, sie sich um Fälle wie Ahmed* kümmert.
Es gibt in Deutschland jedoch keine staatliche Förderung für Folteropfer. Alle Organisationen, die sich um die psychischen Folgen von Folter kümmern sind auf Privatinitiative gegründet. Nur Wenigen ist bewusst, dass die Folgen der Folter ihre Opfer das Leben lang verfolgt und nicht wenige enden im Suizid. Nicht nur das Leben der Betroffenen ist durch die psychische Folge belastet, sondern auch das der Familie, da Angst und Stress auf diese unbewusst übertragen wird.
Die Therapien von schwer Traumatisierten führen nicht von heute auf morgen zu einer Besserung, sondern brauchen viel Zeit – und entsprechende finanzielle Unterstützung.
Trotzdem müssen die Betroffenen manchmal lange auf einen Therapieplatz warten. Auch XENION muss regelmäßig Aufnahmestopps verhängen, weil die Kapazitäten nicht ausreichen.
Förderung gibt es auch durch den Europäischen Flüchtlingsfond, jedoch werden die Gelder in Deutschland durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verwaltet. Die Behörde ist auch für die Genehmigung und Ablehnung von Asylanträgen zuständig, und ihre Finanzentscheidungen sind nicht zuletzt politische Entscheidungen. Über Folteropfer muss nicht politisch sondern menschlich entschieden werden.

*Name geändert

Quelle:

http://www.amnesty.de/umleitung/2005/deu05/007?lang=de%26mimetype%3dtext%2fhtml

augsburg & gegen rechts jakob.wunderwald | 04. Mrz 2010

Nazis aus Augsburg gekehrt!

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Mal wieder haben sie es versucht, die Neonazis aus – zumindest – Süddeutschland. Sie wollten Augsburg zu dem Ort machen, an dem sie ihre menschenverachtende Propaganda an den Mensch bringen, und zum Glück sind sie dabei – auch mal wieder – gescheitert. Ein breites Bündnis politischer und gesellschaftlicher Gruppierungen hatte nämlich zum Widerstand geblasen und viele Menschen waren gekommen. Die GRÜNE JUGEND beteiligte sich an der „Grünen Putztruppe gegen Rechts“ und kehrte, wenn sie nicht gerade mithalf, das zutiefst bestürzende Gerede der Neonazis niederzubrüllen, den „braunen Dreck“ von den Straßen der Stadt. Und, wie gesagt, allein war sie nicht, es waren gar ziemlich viele Leute gekommen, um bei der Putztruppe oder den anderen großen antifaschistischen Aktionen des Tages mitzumachen. In etwa bei der großen Demonstration mit anschließendem Fest der Kulturen, zu welchem man sich vor dem Rathaus auf dem steinalten Rathausplatz versammelte.

Was aber viele der Gegendemonstrant_innen fast ebenso erfreute wie das gelungene kollektive „auf-der-Straße-sein-Gesicht-gegen-Rechts-zeigen”, war, dass es doch ein ziemlich kleines Grüppchen an Neofaschisten war, dass sich da in die Augsburger Innenstadt verirrt hatte. Natürlich, auch zwei Neonazis wären noch immer unhinnehmbar zu viele, aber es ist doch ein positives Zeichen, wenn die Geschichtsrevisionisten offenbar nicht mehr ganz so viel Strahlkraft haben. Obwohl, beängstigend viele junge Menschen waren immer noch unter den Anhängern des „Gedenkmarsches“. Sicher ein Punkt, gegen den die Politik entschlossen vorgehen muss. Wir können schließlich in keinem, in wirklich absolut gar keinem Fall zulassen, dass sich faschistisches Gedankengut auf den Straßen der Welt wieder mehr Zuhörer sucht, wir müssen es stoppen, wenn es um sich greift. Wir müssen da wohl, ganz einfach, Stacheln zeigen!